Sonntag, 30. September 2007

Strunz beim Laufen und Einstein beim Inlineskaten gesehen!

Wir waren heute zum zweiten Mal laufen und da wir die Gegend noch nicht so gut kennen, probieren wir einfach irgendwelche Wege aus. Dabei haben wir schon die kuriosesten Sachen gesehen und Lisi schiebt immer einen Schmäh nach dem anderen, weshalb ich immer fast umkomme vor lachen.

Nun aber zur Sensation (leider hatte ich keine Kamera dabei): Wir haben gestern einen Typ beim Laufen gesehen, der sah echt aus wie der Strunz, also der Laufpapst! Und heute, da waren wir auf einem Weg, der von einer Au umzingelt war und da kam uns einer auf Inlineskates entgegen, der sah aus wie Einstein! Als wir dann zurückgelaufen sind haben wir ein Haus gesehen, darin könnte Hundertwasser wohnen! ... Die haben sich alle in das langweiligste Land der Welt abgesetzt. Darum sagt man hier auch: "God made the world, Dutch made Holland." Es gab einfach keinen Platz, wo die Promis ihre Ruhe fanden, darum legten sie wohl selbst hand an.


Außerdem, aber das muss ich unbedingt noch fotografieren, haben wir beim ersten Mal, als wir hier laufen waren, über die vermeintlichen Hochlandrinder gescherzt und ich hab zur Lisi auch noch gesagt, das seien die langweiligsten und faulsten Rinder überhaupt. Heute sind wir an einigen Absperrungen vorbeigelaufen, auf denen so ein Rind abgebildet war zusammen mit vielen Warnhinweisen und dem Vermerk, man darf den Vieher höchstens auf 10 m auf die Pelle rücken. Kann das den Rindern bitte auch einer sagen???

Montag, 24. September 2007

ESN und Rumours gegen Drogen und Rumor

Hihi, weil ja viele denken, hier in den liberalen Niederlanden sei einfach alles erlaubt, erhielten wir dieser Tage vom ESN folgendes E-Mail:

Hello ESN students,

We have to inform you about several things: First of all we have to remind you that taking your own alcohol to Rumours or any other bar in the Netherlands is not allowed. Moreover, it is not allowed to use drugs (smoke a joint) in any bars or discotheques. You can only do that in coffeshops or at your home. We got asked by the Rumours personel to write this email because both things happened in Rumours last week. ESN has a good relationship with Rumours and we would like to keep on to that. Rumours however, wants ESN to come and party and wants to offer you to get free entrance with your ESN card on Saturday nights. However, they want you to behave in a propper way...

Moreover, there were also some complaints from people living close to Rumours about too much noise between 4 and 5 o'clock on Monday nigth/Tuesday morning. You have to be aware that the police can be called for that. The police did not get called this Monday but the residents were complaining to Rumours about it. So please consider this as a warning!!! We dont want you to get into problems with the police.


*g* Doch net alles so anders wie daheim...

Donnerstag, 20. September 2007

"Hot Pot" bei den Chinesen

Nachdem wir gestern soooooooooooo viel Pech hatten, ging es heute ein bisschen besser. Eigentlich waren wir gestern zu einem kleinen Get-Together in Kanaalstraat eingeladen. Wir waren auch schon ganz neugierig, weil das die Unterkunft ist, die wir ursprünglich buchen wollten. Wir haben auch schon Chips und Drinks gekauft (siehe Webalbum). Als wir uns dann auf unsere Räder schwangen und einige Meter fuhren bemerkte ich, dass mein Hinterrad einen Platten hat! Toll! Also wieder zurück und aufpumpen, vielleicht funktioniert es ja. Hat es natürlich nicht. Als wir unser Proviant auf Lisi's Rücken geschnallt hatten, wollten wir zu zweit auf ihrem Rad quer durch die Stadt fahren. Nachdem wir ca. 1/3 des Weges hinter uns hatten, hatte aber auch Lisi's Rad hinten einen Platten... VERDÄCHTIG! Also mussten wir den gesamten Weg zurückgehen und zuverlässig, wie das besch***** Wetter hier in Friesland ist, begann es wie auf Knopfdruck zu regnen!

Daher waren wir ziemlich gefrustet und schoben heute Vormittag unsere Räder zu "De Terp", dem Obdachlosenheim, wo Lisi ihr Rad gekauft hatte, um die Räder reparieren zu lassen. Selbstverständlich war auch hier wieder verlass auf das friesische Wetter und wir waren triefnass, als wir nach ca. 25 min dort ankamen. Wenigstens konnten die kompetenten Mitarbeiter das Problem schnell lösen (beide Ventile waren kaputt) und es kostete uns keinen Cent. Dann mussten wir natürlich den ganzen Weg im Regen zurückfahren.

Weil es ja nun ohnehin schon ein sch*** Tag war, wollten wir das "Hot Pot" essen bei unseren chinesischen Kollegen abblasen, vor allem, weil wir keine Ahnung hatten, was die uns da vorsetzen würden (man kennt ja die wildesten Geschichten...). Da sie aber ziemlich aufdringlich aber höflich anboten uns abzuholen und wieder nach Hause zu bringen, flog nun auch die Ausrede, unsere Fahrräder würden noch immer nicht fahrtüchtig sein, flach. Also fuhren wir heute Abend da hin, obwohl man uns erklärte, "Hot Pot" bedeutet alles in eine kochende, scharfe Instantbrühe zu schmeißen, worauf man gerade Lust hat.

Es erwieß sich zwar wirklich als sehr würzige Angelegenheit, war aber wirklich ok und sehr gemütlich. Als wir dann um ca. 23:30 Uhr beschlossen uns auf den Heimweg zu begeben hat es natürlich wieder einmal ... na, na, ich glaube ihr könnt es euch schon denken ... genau: GEREGNET! Zum Glück war auch noch der Nebeneingang zu unserem Park geschlossen, so dass wir rund herum fahren mussten und noch nasser wurden.


Wir sind mittlerweile ziemlich fed up mit dem besch***** Wetter hier. Allerdings hat uns AJ, ein Holländer, heute erklärt, dass sie es liebevoll "a shower" nennen, wenn sie triefend nass vom Fahrrad steigen. Ich glaube, wir müssen uns einfach damit abfinden.

Dienstag, 18. September 2007

Um 3:00 Uhr im Rumours ist klar...


  • ... wer mit wem nach Hause geht.

  • ... wer diese Nacht leer ausgeht.

  • ..., dass man sich von Männern, mit denen man in der Uni zusammenarbeiten muss, fernhalten soll.

  • ..., dass man wahrscheinlich mehr Bier am Shirt als im Glas hat.

  • ..., dass der DJ wirklich schlecht ist.

  • ..., dass rosa an Männern echt out und schwul ist.

  • ..., dass Bier und Zigaretten für Frauen eigentlich gratis sind.

  • ..., dass selbst der Computerfreak in der Ecke eine abschleppt.

  • ..., dass die Männer vom ESN nur dabei sind, um Austauschstudentinnen abzuschleppen.

  • ..., dass Latinos nicht so gut sein können wie ihr Ruf, weil sie tanzen als stünden sie unter Strom.

  • ..., dass Männer mit langärmligen Oberteilen in Clubs und Discos nichts verloren haben.

  • ..., dass von nun an die Headbanger auf ihre Kosten kommen.

  • ..., dass nicht alle großen Männer Holländer sind.

  • ..., dass Lisi immer noch zu viele zweideutige Signale aussendet.

  • ..., dass sich das Nickerchen am Abend bezahlt macht.

  • ..., dass, wenn man alleine nach Hause gehen will, es nun Zeit für das letzte Bier wird.

  • ..., dass man am nächsten Tag auf http://www.rumours.nl/ schauen sollte, um sich zu versichern, dass man auch wirklich alleine nach Hause gegangen ist.


Sonntag, 16. September 2007

The Amsterdam Experience (ESN Tagesausflug)

Als es darum ging sich für einen Tagesausflug nach Amsterdam anzumelden, waren wir natürlich ganz vorne dabei! ESN veranstaltete einen Tagesaufenthalt (wohl eher einen Nachmittag) in der Hauptstadt. Wir fuhren um ca. 9:50 Uhr von Leeuwarden mit dem Zug über Utrecht nach Amsterdam und kamen dort kurz nach Mittag an.

Zuerst statteten wir dem Sexmuseum (http://www.sexmuseumamsterdam.nl/) einen sehr kurzen Besuch ab. Wir waren nur ca. 30 min dort weil die einen gelangweilt (da zählten wir dazu, wir hätten uns echt mehr erwartet) oder schockiert (vor allem Moslems) waren.

Dann folgte ein etwas weniger aufreibender aber toller Programmpunkt: eine Bootsfahrt die ist lustig, eine Bootsfahrt die ist schön *sing* ... Eine ca. einstündige Rundfahrt auf den Kanälen Amsterdams, die so ziemlich der Höhepunkt des Ausfluges war... Naja, für den weiblichen Anteil der Reisenden jedenfalls...

Denn jetzt ging es auf ins Rotlichtviertel (http://www.amsterdamhotspots.nl/tour/redlight1A.htm)! Sehr zur Freude der männlichen Kollegen (und auch der ESN Begleiter) drängten wir uns in den engen Gassen an den käuflichen Mädchen in Schaufenstern vorbei, die für die Raummiete ca. 100 € täglich berappen müssen und pro Freier ca. 40 - 50 € erwirtschaften (Internetrecherche). Naja, weniger berauschend für uns... Verdächtigerweise hatten wir im Anschluss 65 Minuten zur freien Verfügung (kein Kommentar). Wir gingen mit drei weiteren Kollegen einstweilen eine Kleinigkeit essen. Andere verbrachten die Zeit in einem Coffeeshop oder ... sonstwo, keine Ahnung.

Da wir nun über so etwas wie eine Vorteilskarte der Bahn verfügen, werden wir nun öfter Kurzreisen unternehmen. Bestimmt besuchen wir auch noch mal Amsterdam, denn was wir da zu sehen bekamen war (hoffentlich) nicht alles. Wie wir aber erfahren haben, waren das wirklich die Touristenmagneten, die uns der ESN da zeigte.


Fahrrad- und Geburtstagslieferung

Da Lisi ja am Mittwoch Geburstag hatte und wusste, dass sie ein Paket aus der Heimat erwarten darf, ist sie jeden Tag ganz aufgeregt zu unseren Postfächern gegangen. Leider war aber nie etwas dabei, außer am Freitag bekam sie eine Nachricht, dass der Postbote am Donnerstag erfolglos versucht hatte das Paket zuzustellen. Komisch, weil wir waren eigentlich den ganzen Tag in unserem Karavan. Zum Glück hat Amendine, eine Austauschstudentin aus Frankreich, am Samstag das Paket entgegengenommen und Elisabeth ins Chalet gebracht. Sie hat sich soooo über die Sachen gefreut (ganz viele verschiedene Süßigkeiten, Geschirrtücher, ...)!



Obwohl ich erst nächste Woche damit gerechnet hatte, ist mein Fahrrad am Mittwoch angekommen. Der Hausmeister staunte nicht schlecht und meinte, sowas hätte er noch nie erlebt. Da wir aber kaum Zeit hatten und sich mehrere Leute im Chalet tummelten, die versuchten das Heißwasser und das Internet zum Laufen zu bringen und wir Vorlesung an der Uni hatten, mussten wir das Rießenpaket einstweilen im Chalet stehen lassen. Aber gleich nach der Vorlesung machten wir uns daran die Einzelteile zu einem Fahrrad zusammenzufügen. Ein bisschen drücken hier, ein bisschen schrauben da und siehe da - schon war das Fahrrad fertig (und wir auch *g*). Danach sind wir gleich einkaufen gefahren!



Elisabeth's Geburtstag haben wir am Donnerstag so richtig gefeiert bei einem ihrer Teamkollegen und anschließend im Club Noa. Ich will ja nicht sagen, dass ich es vorher schon gesagt habe, aber es ist so: Das offensichltiche Ziel des "Teamkollegen" war uns abzuschleppen. Aber taff wie wir sind haben wir den Plan sofort erkannt und noch rechtzeitig die Notbremse gezogen. Allerdings habe ich Lisi beim Verlassen des Clubs verloren (sie ist anstatt zum Ausgang im Noa im Kreis gelaufen *g*). Als ich aber sah, dass die zwei schmierigen Typen den Club alleine verließen, war ich sehr beruhigt und beschloss mich einfach auf den Nachhauseweg zu begeben, ich würde Lisi schon wieder finden. Und so war es dann ja auch: Sie hat mich tatsächlich eingeholt und alles war in Ordnung.

Donnerstag, 13. September 2007

Malaria übertragende Moskitos in Leeuwarden?

Wie wir erfahren haben, besteht die Möglichkeit, dass es hier in den Niederlanden malariaübertragende Moskitos gibt. KEIN SCHERZ!

Aber, wie wir einem Artikel entnehmen konnten, kann es sein, dass man bei mehrmaliger Infektion immun wird:

"Mehrmalige Infektionen mit Malaria hemmt die Ausbreitung"
Radboud, Niederlande (28.03.2007) - Menschen die oft mit Malaria angesteckt werden können eine Immunität gegen den Plasmodium Erreger entwickeln. Diese Immunität hemmt die Ausbreitung des Erregers im Larfenstatium. Der holländische Wissenschaftler Mike von der Kolk entdeckte dies während der Untersuchung über die Malariaausbreitung innerhalb der Bewohner von Kamerun, Senegal und in Indonesien. Nach ein paar Infektionen entwickelten die Bewohner eine Immunität, welche die Verbreitung der Erreger hemmt. (Quelle: http://www.tauchsport.de/news/2007/0025_tauchen_malaria_prophylaxe.html)

Ist zwar nur ein schwacher Trost, aber naja... Wir erschlagen nun alles, was irgendwie Flügel hat, weil uns die Unterscheidung zwischen harmloser Gelse (obwohl die ja auch echt nerven) und tödlicher Moskito etwas schwer fällt.

Wenn ihr nicht mehr von uns hört, dann wisst ihr ja jetzt warum...