Wir denken, dass angesichts der wilden Ereignisse, dem Thema Busfahren ein eigener Blogeintrag gewidmet werden sollte.
Zum Beispiel ist unser Schiermoonnikoog Ausflug am Busfahren gescheitert... Jeder vernünftige Mensch fragt sich jetzt: Wie geht denn des?? Hier die Antwort:
Wir sind extra früh, so gegen 6:30 am aufgestanden und waren um ca. 7:40 am an der Bushaltestelle Vliegveld, also Burmania Park. Zwar ist uns ein Bus vor der Nase davon gefahren, aber wir hatten ja genügend Zeit eingerechnet. Laut Plan hätten bis 8:10 am drei Busse kommen sollen, was völlig gereicht hätte, um den Anschlussbus um 8:20 am am Bahnhof nach Lauwersoog, wo wir sofort im Anschluss die Fähre nehmen sollten, zu erreichen.
Allerdings ist kein einziger der drei Busse gekommen und wir haben somit den Anschlussbus verpasst. Kein Problem, holen wir uns einen Kaffee und warten eine Stunde auf den nächsten Bus zur Fähre, dachten wir. Als dann der Bus kam, teilte uns der Fahrer mit, dass an Samstagen nur jeder zweite Bus nach Lauwersoog fährt, was eine weitere Stunde Wartezeit bedeutet hätte. Und weil es ohnehin aus Kübeln gegossen hat und der ganze Tag schon im Ar*** war, haben wir beschlossen in Leeuwarden ein bisschen zu shoppen und uns einfach einen schönen Tag zu machen.
Als ob das nicht schon genug wäre, verkaufen uns die Busfahrer je nach Tageslaune verschieden teure Tickets. Wenn man von Vliegveld zum Bahnhof fährt und der Fahrer nicht auf den Kopf gefallen ist, dann bezahlt man eigentlich 1,60 €. Wenn man aber einen faulen Fahrer, der einen nicht versteht, erwischt, zahlt man 2 €.
Aber auf die Spitze getrieben hat das ganze ein Busfahrer der connexxion am Sonntagabend.
In der Introduction Week wurden wir jeden Abend von ESN-Leuten abgeholt. Da Burmania Park ja am äußersten Stadtrand liegt sind die ESN Studenten immer mit dem Fahrrad gekommen und die meisten von ihnen sind dann zu Fuß mit uns in die Stadt gegangen. Einmal waren wir ziemlich knapp dran und haben daher den Bus genommen. Der Holländische Student, der uns an jenem Tag abgeholt hat, war auch mit seinem Fahrrad da und sprach kurz mit dem Busfahrer, der ihm erlaubte sein Fahrrad in dem kleinen, vollen Bus zu transportieren, ohne mehr zu bezahlen oder sonst welche Probleme.
So weit, so gut. Als wir am Sonntagabend müde und erschöpft von Terschelling am Bahnhof in Leeuwarden ankamen, stellte ein Ungarischer Kollege fest, dass sein Rad, das er am Bahnhof geparkt hatte, kaputt war. Da es schon spät war und kaum Leute auf Busse warteten, sagten wir ihm, dass es bestimmt kein Problem sei, wenn er sein Fahrrad mit dem Bus transportiert. Als dann endlich (nach über einer halben Stunde) ein großer und völlig leerer Reisebus kam, wartete der Ungar bis zuletzt mit dem Einsteigen und fragte ganz höflich auf Englisch und erklärte seine Lage. Der Busfahrer aber kannte kein Erbarmen und erklärte ihm kurz angebunden, dass es nicht erlaubt sei Fahrräder im Bus zu transportieren. Also blieb der nette Kollege so gegen 9:30 pm alleine am Bahnhof zurück.
Man sieht also auch hier, dass offensichtlich Einheimische anders behandelt werden als Ausländer, wir fühlen uns fast wie zu Hause, nur eben, dass wir jetzt die Ausländer sind.
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